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Gesichtsfeldausfall (Skotom): Blinde Flecken im Sichtfeld

Gesichtsfeldausfall (Skotom) bezeichnet einen Bereich innerhalb des Sichtfelds, in dem nichts oder nur eingeschränkt gesehen wird, während die Umgebung davon unberührt bleiben kann. Solche Ausfälle können zentral, peripher oder ringförmig auftreten und sind häufig Symptom von Erkrankungen wie Glaukom, AMD oder Retinitis Pigmentosa. Das Verständnis der genauen Lage und Grösse des Ausfalls ist entscheidend für die passende Unterstützung im Alltag.

Wie funktioniert Gesichtsfeldausfall (Skotom)?

Ein Skotom ist ein umschriebener Bereich im Gesichtsfeld, in dem das Sehen stark eingeschränkt oder ganz aufgehoben ist. Man spricht von einem Gesichtsfeldausfall, wenn ein Teil dessen, was ein Auge normalerweise sieht, fehlt oder abgeschwächt wahrgenommen wird. Je nachdem, welcher Bereich der Netzhaut oder Sehbahn betroffen ist, entstehen unterschiedliche Muster.

Häufige Formen sind:

  • Zentralskotom: Ausfall im Zentrum des Sichtfelds, typisch bei Makuladegeneration
  • Peripherer Gesichtsfeldausfall: Verlust am Rand des Sichtfelds, typisch beim grünen Star oder bei Retinitis Pigmentosa
  • Ringskotom: ringförmiger Ausfall, bei dem Zentrum und äusserster Rand erhalten bleiben können
  • Halbseitiger Gesichtsfeldausfall: entsteht meist durch neurologische Ursachen wie einen Schlaganfall

Da das Gehirn fehlende Bildinformationen oft unbewusst „ergänzt“, bemerken Betroffene kleinere Ausfälle mitunter lange nicht selbst. Erst ein augenärztlicher Gesichtsfeldtest (Perimetrie) macht das genaue Ausmass sichtbar.

Warum ist Gesichtsfeldausfall (Skotom) wichtig?

Gesichtsfeldausfälle beeinflussen die Mobilität und Sicherheit im Alltag oft stärker, als es die reine Sehschärfe vermuten lässt.

  • Stolper- und Kollisionsrisiko: periphere Ausfälle erschweren das Erkennen von Hindernissen seitlich oder unten
  • Lesefähigkeit: zentrale Ausfälle beeinträchtigen das Erfassen von Text und Gesichtern
  • Fahrtauglichkeit: ein Gesichtsfeldtest ist oft Bestandteil der Beurteilung der Fahreignung
  • Individuelle Anpassung: Orientierungs- und Mobilitätstraining kann helfen, Kopf- und Augenbewegungen gezielt einzusetzen, um Ausfälle auszugleichen

Ein professionelles unterstützt Betroffene dabei, trotz Gesichtsfeldausfällen sicher unterwegs zu sein. Unternehmen, die ihre Umgebung entsprechend gestalten möchten, können mit Blindklusiv einen Nutzertest durchführen.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Ein Gesichtsfeldausfall ist ein Symptom, das bei verschiedenen Erkrankungen auftreten kann, etwa beim als peripherer Ausfall oder bei der als zentraler Ausfall. Er ist damit kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern eine Beschreibung des betroffenen Sichtfeldbereichs.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie wird ein Gesichtsfeldausfall festgestellt?

Mit einem sogenannten Perimetrietest bei der Augenärztin oder dem Augenarzt wird das gesamte Sichtfeld systematisch geprüft und ein genaues Muster des Ausfalls erstellt.

Kann sich ein Gesichtsfeldausfall wieder zurückbilden?

Das hängt stark von der Ursache ab. Bei manchen akuten Ereignissen ist eine teilweise Erholung möglich, bei chronischen Erkrankungen wie dem grünen Star bleiben Ausfälle meist dauerhaft bestehen. Eine fachärztliche Einschätzung ist hier wichtig.

Merkt man einen Gesichtsfeldausfall sofort?

Nicht unbedingt. Kleinere oder langsam entstehende Ausfälle werden vom Gehirn oft kompensiert und bleiben lange unbemerkt, weshalb regelmässige augenärztliche Kontrollen empfehlenswert sind.

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