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Goalball: der paralympische Mannschaftssport für blinde Menschen

Goalball ist eine paralympische Mannschaftssportart, bei der zwei Teams mit einem klingelnden Ball versuchen, den Ball ins gegnerische Tor zu werfen, während alle Spielenden blickdicht abgedunkelte Brillen tragen. Der Sport wurde speziell für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen entwickelt und beruht vollständig auf Gehör und Tastsinn. Goalball ist heute fester Bestandteil der Paralympics und wird auch in der Schweiz aktiv gespielt.

Wie funktioniert Goalball?

Goalball wird von zwei Mannschaften mit je drei Spielerinnen oder Spielern auf einem Feld von der Grösse eines Volleyballfelds gespielt. Ziel ist es, einen Ball mit eingebauten Glöckchen so über den Boden zu werfen, dass er ins gegnerische Tor rollt, welches die gesamte Breite der Spielfeldendlinie einnimmt.

Damit alle Spielenden unabhängig von ihrem Sehvermögen gleiche Voraussetzungen haben, tragen sämtliche Athletinnen und Athleten lichtundurchlässige Augenmasken. Orientierung auf dem Feld erfolgt über tastbare Linien am Boden, die unter der Spielfeldmarkierung ertastet werden können.

  • Abwehr: Die Verteidigung wirft sich seitlich in die Flugbahn des Balls, um ihn allein mit dem Körper zu stoppen.
  • Stille als Regel: Zuschauende müssen während des Wurfs absolut still sein, damit die Spielenden das Klingeln des Balls hören können.
  • Taktisches Spiel: Tempo, Drehung und Winkel des Wurfs entscheiden über den Erfolg eines Angriffs.

Goalball lässt sich sowohl von blinden und sehbeeinträchtigten als auch von sehenden Personen spielen, da die Augenmasken für einheitliche Bedingungen sorgen. Das macht den Sport ideal für gemischte Teams und inklusive Trainingsangebote.

Warum ist Goalball wichtig?

Goalball bietet blinden und sehbeeinträchtigten Menschen eine Sportart, die sie ohne Einschränkung auf Augenhöhe mit anderen ausüben können. Der Sport fördert Körperbewusstsein, Orientierung und Teamgeist gleichermassen.

  • Bewegungsförderung: Verbessert Koordination, Reaktionsvermögen und Körperhaltung.
  • Soziale Teilhabe: Schafft Gemeinschaft in einem und ermöglicht Wettkampferfahrung.
  • Sensibilisierungspotenzial: Sehende Personen erleben durch das Tragen der Augenmaske hautnah, wie sich Orientierung ohne Sehsinn anfühlt.
  • Sichtbarkeit: Als paralympische Disziplin trägt Goalball zur öffentlichen Wahrnehmung von Sehbehinderung bei.

Für Firmen und Organisationen eignet sich ein Goalball-Schnuppertraining hervorragend als Element eines Sensibilisierungsanlasses, bei dem Teilnehmende die Perspektive blinder Sportlerinnen und Sportler selbst erfahren können.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Goalball wird häufig mit verwechselt, da beide Sportarten mit einem klingelnden Ball gespielt werden. Der wesentliche Unterschied liegt im Spielprinzip: Beim Blindenfussball wird wie im regulären Fussball mit den Füssen gedribbelt und geschossen, während beim Goalball der Ball mit den Händen über den Boden geworfen wird und die gesamte Mannschaft defensiv als "lebende Wand" agiert. Zudem ist beim Blindenfussball meist nur der Torwart sehend, während bei Goalball ausnahmslos alle Spielenden eine Augenmaske tragen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Können auch sehende Menschen Goalball spielen?

Ja, da alle Spielenden eine lichtundurchlässige Augenmaske tragen, sind die Voraussetzungen für blinde, sehbeeinträchtigte und sehende Personen identisch, was Goalball zu einem besonders inklusiven Sport macht.

Ist Goalball eine paralympische Sportart?

Ja, Goalball ist seit 1976 fester Bestandteil der Paralympics und gehört zu den bekanntesten paralympischen Mannschaftssportarten weltweit.

Wo kann man in der Schweiz Goalball ausprobieren?

Verschiedene Sportvereine und Behindertensportorganisationen bieten Schnuppertrainings an, zudem lässt sich Goalball auch im Rahmen von Sensibilisierungsanlässen für Firmen und Schulen kennenlernen.

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