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Selbstwirksamkeit: Der Glaube an die eigene Handlungsfähigkeit

Selbstwirksamkeit bezeichnet die Überzeugung einer Person, herausfordernde Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können, und gilt als zentraler psychologischer Faktor für Motivation, Wohlbefinden und erfolgreiches Handeln. Das Konzept geht auf den Psychologen Albert Bandura zurück. Gerade für Menschen mit Sehbehinderung spielt eine gestärkte Selbstwirksamkeit eine entscheidende Rolle für Selbstständigkeit und Lebensqualität.

Wie funktioniert Selbstwirksamkeit?

Selbstwirksamkeit entsteht durch wiederholte positive Erfahrungen, in denen eine Person erlebt, dass ihr Handeln zu einem gewünschten Ergebnis führt. Sie ist keine feste Eigenschaft, sondern entwickelt und verändert sich im Lauf des Lebens.

Vier zentrale Quellen stärken die Selbstwirksamkeit:

  • Eigene Erfolgserlebnisse: Erfolgreich gemeisterte Herausforderungen stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten am stärksten.
  • Stellvertretende Erfahrungen: Das Beobachten von Vorbildern, die ähnliche Hürden gemeistert haben, wirkt motivierend.
  • Verbale Ermutigung: Zuspruch und konstruktives Feedback von anderen Menschen können das Selbstvertrauen fördern.
  • Emotionale und körperliche Verfassung: Ein guter Umgang mit Stress und Anspannung wirkt sich positiv auf das Gefühl von Kompetenz aus.

Strukturierte Coaching-Methoden nutzen gezielt diese vier Quellen, um Selbstwirksamkeit systematisch aufzubauen.

Warum ist Selbstwirksamkeit wichtig?

Eine ausgeprägte Selbstwirksamkeit ist besonders für Menschen mit Sehbehinderung von grosser Bedeutung, da der Alltag häufig zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.

  • Mehr Eigenständigkeit: Wer an die eigene Handlungsfähigkeit glaubt, traut sich eher neue Wege, Aufgaben oder soziale Situationen zu.
  • Schutz vor Resignation: Eine gestärkte Selbstwirksamkeit wirkt Rückzug und Passivität nach schwierigen Lebensereignissen entgegen.
  • Grundlage für berufliche Integration: Selbstwirksame Personen gehen Bewerbungsprozesse und neue Arbeitsaufgaben zuversichtlicher an.
  • Risiko bei mangelnder Förderung: Wiederholte Misserfolgserfahrungen ohne Unterstützung können die Selbstwirksamkeit erheblich schwächen.

Blindklusiv fördert die Selbstwirksamkeit sehbeeinträchtigter Menschen gezielt durch das ressourcenorientierte Coaching-Angebot Barrierefreier ZRM-Kurs, das auf dem Zürcher Ressourcen Modell basiert.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Selbstwirksamkeit steht in engem Zusammenhang mit dem , das jedoch breiter gefasst ist und neben der individuellen Überzeugung auch strukturelle und gesellschaftliche Bedingungen für Selbstbestimmung einschliesst. Auch das ist eng verwandt, da es Selbstwirksamkeit als eines seiner zentralen Wirkprinzipien gezielt trainiert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer hat das Konzept der Selbstwirksamkeit entwickelt?

Das Konzept der Selbstwirksamkeit geht auf den kanadisch-amerikanischen Psychologen Albert Bandura zurück, der es in den 1970er-Jahren prägte.

Kann man Selbstwirksamkeit trainieren?

Ja, Selbstwirksamkeit lässt sich durch positive Erfahrungen, Vorbilder, Ermutigung und einen bewussten Umgang mit Emotionen gezielt stärken, etwa durch strukturierte Coaching-Methoden.

Welche Rolle spielt Selbstwirksamkeit bei Sehbehinderung?

Eine gestärkte Selbstwirksamkeit hilft Menschen mit Sehbehinderung, den Alltag selbstständiger zu bewältigen und neue Herausforderungen zuversichtlicher anzugehen.

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