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Tastmemorie: Inklusives Spielvergnügen für alle Sinne

Eine Tastmemorie ist eine barrierefreie Variante des klassischen Memory-Spiels, bei der Paare nicht über visuelle Motive, sondern über ertastbare Materialien, Formen oder Texturen gefunden werden. Sie ermöglicht blinden, sehbeeinträchtigten und sehenden Menschen gemeinsames Spielen auf Augenhöhe. Eingesetzt wird sie unter anderem in Schulen, Familien und in der Sensibilisierungsarbeit.

Wie funktioniert Tastmemorie?

Bei der Tastmemorie sind auf den Spielsteinen oder -karten unterschiedliche taktile Elemente angebracht, etwa aus Stoff, Holz, Sandpapier oder Kunststoff. Die Spielregeln entsprechen weitgehend dem klassischen Memory: Zwei gleiche Paare müssen durch Umdrehen beziehungsweise Ertasten gefunden werden.

Typische Merkmale einer Tastmemorie sind:

  • Unterschiedliche Materialpaare: Jedes Paar besitzt eine eindeutig unterscheidbare Textur oder Form.
  • Spielbar ohne Sehvermögen: Die Erkennung erfolgt ausschliesslich über den Tastsinn, was auch blinden Personen die volle Teilnahme ermöglicht.
  • Kombination mit visuellen Elementen: Manche Varianten verbinden taktile Texturen zusätzlich mit kontrastreichen Farben für sehbeeinträchtigte Mitspielende.
  • Förderung der Konzentration: Wie beim klassischen Memory wird zusätzlich das Gedächtnis trainiert.

Tastmemorys werden sowohl kommerziell angeboten als auch selbst hergestellt, etwa im Rahmen von Bastelprojekten in Schulen oder Institutionen.

Warum ist Tastmemorie wichtig?

Die Tastmemorie ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Beispiel dafür, wie inklusives Spielen gestaltet werden kann, ohne dass eine Gruppe benachteiligt wird.

  • Gemeinsames Erleben: Blinde, sehbeeinträchtigte und sehende Kinder oder Erwachsene können gleichberechtigt zusammen spielen.
  • Förderung der taktilen Wahrnehmung: Das Spiel schult gezielt den Tastsinn, was besonders für Kinder mit Sehbehinderung wertvoll ist.
  • Einsatz in der Sensibilisierungsarbeit: Sehende Personen erleben spielerisch, wie sich die Welt ohne visuelle Informationen anfühlt.
  • Niedrigschwelliger Zugang: Im Vergleich zu komplexeren Hilfsmitteln ist die Tastmemorie einfach verständlich und schnell einsetzbar.

In den Sensibilisierungsanlässen von Blindklusiv kommen ähnliche taktile Spielformen zum Einsatz, um spielerisch Verständnis für die Lebenswelt sehbeeinträchtigter Menschen zu wecken.

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen

Die Tastmemorie ist eng verwandt mit den , die ebenfalls ein klassisches Spiel barrierefrei zugänglich machen, jedoch für ein komplexeres Kartenspiel statt für ein Zuordnungsspiel konzipiert sind. Beide Beispiele zeigen, wie die gezielt genutzt werden kann, um Freizeitaktivitäten inklusiv zu gestalten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Können sehende und blinde Personen gemeinsam Tastmemorie spielen?

Ja, das ist der zentrale Vorteil der Tastmemorie: Da die Paare über den Tastsinn statt über das Sehen gefunden werden, können blinde, sehbeeinträchtigte und sehende Menschen gleichberechtigt zusammenspielen.

Woraus bestehen die Materialien einer Tastmemorie?

Häufig verwendete Materialien sind unterschiedliche Stoffe, Holzstrukturen, Sandpapier oder geprägter Kunststoff, die sich klar voneinander unterscheiden lassen.

Eignet sich eine Tastmemorie auch für Sensibilisierungszwecke?

Ja, sie wird häufig eingesetzt, um sehenden Personen spielerisch zu vermitteln, wie sich Orientierung und Wahrnehmung ohne visuelle Informationen anfühlen.

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